Hyaluronsäure-Injektion – die Spritze gegen Arthrose

Jede Arthrosetherapie soll die Gelenkmechanik verbessern und Schmerzen reduzieren. Zu den Therapiemöglichkeiten gehören eine Schuh- und Einlagenversorgung, die Bewegungstherapie sowie die medikamentöse Schmerztherapie. Darüber hinaus helfen Injektionsbehandlungen dabei, die Belastbarkeit eines betroffenen Gelenkes zu verbessern. Operationen lassen sich damit hinauszuzögern, diese gelten auch unter Chirurgen als letztes Mittel. Für die Injektionsbehandlungen werden Kortisonpräparate und Hyaluronsäure genutzt.

Hyaluronsäure Sporthomedic

Letztere bildet den Hauptbestandteil der Synovia (Gelenkflüssigkeit) und ist in größeren Mengen auch im Gelenkknorpel zu finden. Es handelt sich bei der normalen Hyaluronsäure in unseren Gelenken um eine hochmolekulare Substanz mit entsprechend hoher Wasserbindungsfähigkeit. Ein einziges Gramm Hyaluronan kann rund drei Liter Wasser binden.

Nutzen der Hyaluronsäure-Injektionen

Die Zellen unserer Gelenkschleimhaut bilden ständig Hyaluronan, wobei der Prozess im Alter nachlässt (etwa ab dem 40. Lebensjahr), was Arthrosen begünstigt. Das Hyaluronan gelangt von der Gelenkschleimhaut in das Gelenk, lagert sich auf der Knorpeloberfläche ab und bildet dort eine Schutzschicht gegen die natürlichen mechanischen Belastungen, die jede Bewegung verursacht. Hyaluronan hemmt darüber hinaus das Wachstum entzündungsfördernder Zellen. Zudem verfügt Hyaluronsäure über viskoelastische Eigenschaften, sie verbessert im Gelenk die Elastizität und wirkt stoßdämpfend. Wenn die Gelenke durch natürliche Alterungsprozesse und Überbeanspruchung verschleißen, sinkt der Gehalt an Hyaluronan, die Arthrose setzt ein. Betroffene werden zunächst mit konservativen Therapien wie Krankengymnastik behandelt und schließlich – wenn sanfte Verfahren nicht mehr helfen – häufig operativ versorgt. Die Hyaluronsäure-Injektion direkt ins Gelenk stellt dagegen eine sinnvolle Alternative dar.