Meniskusschaden I

Ein Meniskusschaden besteht in der Regel aus einem Riss des Meniskus, einer im Kniegelenk befindlichen keil- und halbmondförmigen Knorpelscheibe. Insgesamt vier Menisken hat jeder Mensch, pro Knie einen Außen- und einen Innenmeniskus. Die Risse entstehen durch Gelenkverschleiß, durch Verletzungen oder auch aufgrund angeborener Fehlformen des Meniskus.

Diagnostiziert wird der Schaden durch typische Beschwerden des Patienten und eine differenzierte bildgebende Diagnostik. Bei Gelenkerkrankungen und vorangegangenen Unfälle besteht immer der Verdacht auf einen Meniskusriss.

Therapieansätze beim Meniskusschaden

Die konservativen Therapieansätze (Ruhigstellen, Stabilisieren, Selbstheilung) eignen sich gut für einen Meniskusriss, führen aber nicht immer zum Ziel. Bei komplexeren Rissen ist eine Operation nötig. Operative Therapiemöglichkeiten sind die Meniskusteilentfernung sowie die Meniskusnaht, Letztere kann der Arzt während einer Gelenkspiegelung durchführen. Offene Operationen werden bei einem Meniskusriss nur noch dann durchgeführt, wenn es weitere Verletzungen an Knochen und/oder Bändern gibt. Die Meniskus-Operation muss stets darauf abzielen, möglichst viel Knorpelgewebe zu erhalten, damit der Meniskus weiterhin seine Funktion als stützender Puffer zwischen Oberschenkel- und Unterschenkelknochen erfüllen kann.

Vorbeugung gegen Meniskusschäden

Die meisten Sportler interessieren sich für vorbeugende Maßnahmen gegen den gefürchteten Meniskusschaden. Das A und O hierbei ist das Vermeiden von Knieverletzungen, die allein durch Überlastung, plötzliches, heftiges Überstrecken (beim winterlichen Joggen in die Schneewehe), Verdrehungen des Knies, Zerrungen und ähnliche Vorfälle eintreten können. Wer Sportarten mit höherem Verletzungsrisiko betreibt, sollte unbedingt darauf achten, sich ausreichend aufzuwärmen. Protektoren (Knieschoner) helfen signifikant, den Meniskusriss zu vermeiden. Diejenigen Personen, die wirklich nur ihrer Gesundheit zuliebe Freizeitsport betreiben, sollten auf gelenkschonende Bewegungsarten setzen: Radfahren, Schwimmen, leichtes Jogging, Gymnastik. Das hält die Gelenke fit und beweglich.

Meniskusschaden II

Der Meniskusschaden oder -riss betrifft die Knorpelscheiben des Kniegelenks, die sogenannten Menisken. Meniskusrisse entstehen entweder infolge einer Gewalteinwirkung meist durch Unfall oder durch den Verschleiß von Knorpelgewebe. Vielfach wirken beide Faktoren kooperativ: Der Knorpel ist schon verschlissen, ein relativ geringfügiges Unfallereignis genügt dann für den Meniskusschaden. Die Ärzte unterteilen die Risse wie folgt:

  • nach Lokalisation im vorderen, mittleren oder hinteren Meniskusdrittel
  • nach Form als senkrechten, waagerechten, queren, korbhenkelartigen oder lappenförmigen Meniskusriss

Ursachen für einen Meniskusschaden

Die primären Ursachen sind Verschleiß und eine angeborene Meniskus-Fehlform, wie der Scheibenmeniskus, die sekundäre, unmittelbar spürbare Ursache ist eine Gewalteinwirkung. Es können beim Sport harmlos erscheinende Bewegungen wie ein „Vertreten“ sein, selbst bei einer heftigen Bewegung kann der Meniskus reißen oder zumindest anreißen. An diese sekundäre Ursache erinnern sich die Betroffenen, während der vorherige Verschleiß über Jahre oft unbemerkt verlief.

Meniskusoperation

Freizeitsportler müssen wissen, dass es einige Sportarten gibt, die prädestiniert für eine Meniskusverletzung erscheinen. Das sind diejenigen Bewegungsarten, bei denen häufig plötzliche Drehbewegungen ausgeführt werden, die mit abrupten Bewegungsstopps enden. Die Klassiker sind die Ballsportarten Fußball, Handball und Basketball sowie das alpine Skilaufen (Stop-and- Go). Dabei wirkt eine Druckbelastung auf die Menisken, die durch eine Drehbewegung multipliziert wird. Im Gelenk wirken Scherkräfte, die oft eine Kombination von Meniskus- und Bänderriss verursachen. Einige Sportarten wirken auch nach dem Prinzip „steter Tropfen höhlt den Stein“ Unter anderem das Joggen, das auf Dauer das Knorpelgewebe überproportional verschleißt. Radfahren und insbesondere Schwimmen gelten als gesünder. Darüber hinaus gibt es endogene Ursachen, gegen die kaum jemand etwas unternehmen kann. Das Knorpelgewebe altert und kann nur begrenzt regenerieren. Im Alter degeneriert jedes Knorpelgewebe, je nach Veranlagung – also endogen bedingt – mehr oder weniger schnell. Auch der Meniskus wird spröde und verliert seine Widerstandskraft. Im Verlauf von Jahrzehnten bilden sich Fissuren (feinste Spalten), die schon bei mäßigen Belastungen einen Meniskusriss verursachen können. Der Prozess verstärkt sich, wenn oft – auch in jungen Jahren – kniende Tätigkeiten ausgeführt werden, wie sie etwa Fliesenleger durchführen müssen. Auf der anderen Seite können alle Menschen ihren Meniskus durch mäßigen (!) Sport wie Kniebeugen schützen. Dadurch wird das Muskelgewebe rund um das Knie gestärkt, welches die Belastungen auffängt. Eine letzte mögliche Ursache für den Meniskusriss sind Beinfehlstellungen. O-Beine belasten verstärkt den Innenmeniskus, X-Beine den Außenmeniskus.

Symptome eines Meniskusschadens

Beim Meniskusschaden nach einem Unfall machen sich typische Symptome bemerkbar, etwa akute Schmerzen, die von einer Schwellung des Kniegelenks begleitet werden. Beim Riss durch Verschleiß wiederum nehmen die Schmerzen oft allmählich zu, die betroffene Person spürt sie vor allem bei Belastungen. Auch kann ein Gefühl von Instabilität entstehen. Die gerissenen Teile der Menisken wirken im Gelenk wie Fremdkörper. Wenn sie zwischen zwei Gelenkflächen geraten, spürt der Patient schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkungen. Weitere Symptome können beim Meniskusriss knackende und schnappende Geräusche sein, manchmal ist das Gelenk auch komplett blockiert. Die verletzten Menisken können ihre Pufferfunktion nicht mehr erfüllen, der Gelenkknorpel ist dadurch stärkeren Belastungen ausgesetzt. Wenn er in der Folge weiteren Schaden nimmt, können einige schlecht abgebaute Stoffwechselprodukte den Knorpel beschädigen und entzünden, was sich in einem schmerzhaften Gelenkerguss zeigt. Das oft überwärmte Knie schwillt an.

Meniskusriss: Diagnose

Für die Diagnose eines Meniskusschadens erfragt der Arzt die Vorgeschichte des Patienten (vor allem die Unfallgeschichte) und die akuten Beschwerden. Ebenso sind Auskünfte über aktuelle, dauerhafte Belastungen hilfreich. Chirurgen und Orthopäden identifizieren einen Meniskusriss durch gezielte Handgriffe, daneben helfen spezielle Tests für die Diagnose. Der Arzt wird für eine genaue Diagnose zusätzlich eine Röntgenuntersuchung durchführen lassen. Damit sind knöcherne Verletzungen auszuschließen, auch werden Verschleißschäden sichtbar. Wenn nach diesen Untersuchungen immer noch unklar ist, ob ein Meniskusriss vorliegt oder ein sonstiger Meniskusschaden zu vermuten wäre, wird ein MRT eingeleitet.

Therapie

Das Ziel der Therapie bei einem Meniskusriss besteht in der Linderung oder vollständigen Beseitigung der Schmerzen. Zudem soll die Behandlung sicherstellen, dass die Funktion und Beweglichkeit des Kniegelenks wiederhergestellt werden kann. Es sind grundsätzlich die beiden Vorgehensweisen der nicht-operativen, konservativen Behandlung und eine operative Behandlung möglich. Konservativ werden stabile und kleinere Meniskusrisse behandelt. Das Bein braucht Ruhe, zudem erhält der Patient erhält Medikamente und eine gezielte Bewegungstherapie mit Schonung des Knies. Oft ist eine Arthroskopie erforderlich. Diese soll wegen der enorm wichtigen Funktion als Puffer und Stütze möglichst große Anteile vom Meniskus erhalten.

Details zur konservativen Therapie

Vor einer konservativen Behandlung klären Ärzte den Patienten über den Krankheits- und Therapieverlauf auf. Es gehören beispielsweise Hinweise zum gelenkschonenden Verhalten dazu, etwa das Vermeiden tiefen Hockens und der Verzicht auf bestimmte Sportarten, die rasche Richtungswechsel bedingen. Ihre zu schwache Muskulatur stärken die Patienten durch regelmäßige Krankengymnastik, vor allem die Oberschenkelmuskeln spielen eine wichtige Rolle. Diese Behandlung kann durch eine Elektrotherapie unterstützt werden. Kompliziert bei der konservativen Bewegungstherapie ist stets, dass das Knie gleichzeitig komplett entlastet werden muss, wozu in der Regel Unterarmgehstützen eingesetzt werden. Gelenkentzündungen im Knie werden gekühlt. Die medikamentöse Therapie beim Meniskusriss richtet sich gegen Entzündungen und die damit verbundenen Schmerzen. Zum Einsatz kommen nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR = Entzündungshemmer ohne Kortison). In Einzelfällen spritzen die Mediziner Lokalanästhetika und Kortison als entzündungshemmenden Wirkstoff in das Kniegelenk, wenn die Schmerzen zu stark werden.

Mögliche Komplikationen bei der Meniskus-OP

Die Meniskusoperation gilt als komplikations- und risikoarm bis auf die generellen Risiken, die mit jeder OP inklusive Narkose verbunden sind. Seltene Vorkommnisse wären Bänder-, Knorpel-, Nerven- und Schleimhautverletzungen durch den chirurgischen Eingriff. Falls es zu einer Infektion kommen sollte, ist die rechtzeitige Gabe von Antibiotika indiziert, denn eine nicht ausgeheilte Entzündung im Meniskus kann schlimmstenfalls zu einer Gelenkversteifung führen.

Prognose nach Meniskus-Verletzungen

Eine gute Prognose haben Patienten mit einem basisnahen Riss im Meniskus. Die Therapie darf aber nicht vernachlässigt werden, denn Verschleißerscheinungen schreiten unbehandelt weiter fort. In der Folge würden dann Gelenkergüsse, weitere Knorpelschädigungen und möglicherweise eine Arthrose eintreten. Ein unbehandelter Meniskusriss vergrößert sich, bis der Meniskus abreißt. Die Prognose bei einem Meniskusschaden wird zudem immer durch eventuell begleitende Bandschäden beeinflusst.

Nachsorge

Um das Knie zu schonen, müssen Betroffene es langsam an alltägliche Belastungen heranführen. Sport ist erst nach einigen Wochen bis Monaten möglich. Lediglich die Krankengymnastik sollte konsequent fortgeführt werden. Weitere Nachsorgemaßnahmen sind eine Elektrotherapie und Koordinationsübungen. Künftig sollten ehemalige Meniskus-Patienten strikt auf gelenkschonende Sportarten setzen und selbst bei sitzenden Tätigkeiten die Sitzhaltung häufig ändern. Auch Übergewicht belastet das Kniegelenk und muss abgebaut werden.