Stoßwellenbehandlung

Die Stoßwellentherapie hat als sanftes Verfahren neue Perspektiven bei der Behandlung chronischer Sehnenansatzschmerzen sowie weiterer knochennaher Weichteilbeschwerden eröffnet. Sie kommt ohne Medikamente und Spritzen aus und verursacht kaum Nebenwirkungen. Damit wird es möglich, Achillessehnen- und Fersenschmerzen, die „Kalkschulter“ oder einen Tennisarm innerhalb kurzer Zeit vollständig und dauerhaft zu therapieren.

Was sind Sehnenansatzschmerzen?

Diese Art von Schmerzen ist weit verbreitet. Beim Tennisarm etwa liegt ein sehr schmerzhafter Reizzustand der Unterarmstreckmuskeln genau an der Ellenbogenaußenseite vor. Dort sind die Sehnen mit dem Knochen verbunden.

Ein ähnliches Krankheitsbild kennzeichnet den Golferarm, wobei diese Betroffenen über Schmerzen im Ellenbogen (innen) klagen.

Sporthomedic Stosswellenbehandlung

Als ursächlich gilt eine mechanische Überlastung, die durch die starke und dabei falsche Beanspruchung von Ellenbogen und Arm zustande kommt. Das betrifft die Teilnehmer der genannten Sportarten, aber auch Musiker, Handwerker („Schraubenzieherarm“) oder Büroarbeiter („Mausarm“). Die Schmerzen manifestieren sich am Ellenbogen innen oder außen, sie können aber auch an anderen Körperstellen auftreten, wenn diese entsprechend falsch belastet werden. Überall, wo Sehnen und Knochen zusammentreffen, sind entzündliche Prozesse möglich, so an der Schulter (Sehnenansatzreizung oder „Kalkschulter“), in der Hüfte (seitlich und im Leistenbereich), im Kniegelenk (an der Kniescheibenspitze oder seitlich) sowie an der Ferse (Fersensporn und Achillessehne). Wenn das akute Stadium erreicht wird, spüren die Betroffenen starke und vielfach ausstrahlende Schmerzen. Die Diagnose wird über den Druckschmerz im Sehnenansatzbereich getroffen.

Chronische Beschwerden

Die ursächliche Entzündung kann nicht immer mit konservativen Behandlungsmethoden vollständig geheilt werden. Infolgedessen werden die Schmerzen chronisch, unter Umständen können die Patienten bestimmte Bewegungen nur noch sehr eingeschränkt oder gar nicht mehr durchführen. Wenn Spritzen, sonstige Medikamente oder eine Physiotherapie nichts mehr bewirken, konnte bis vor Kurzem nur noch operiert werden. Inzwischen gibt es die effektive und risikoarme Alternative der Stoßwellentherapie, die in vielen Fällen rasche Beschwerdefreiheit erreicht.

Was leistet die Stoßwellentherapie?

Stoßwellen sind nichts grundlegend Neues, es gibt sie seit den 1980er Jahren innerhalb medizinischer Therapien. In der Urologie ersetzt sie längst den größten Teil der operativen Eingriffe, sie dient der schonenden Zertrümmerung der gefürchteten Nieren- und Harnleitersteine. Gegen Ende der 1980er Jahre begann man sie in der Orthopädie einzusetzen:

  • bei Knochenbrüchen mit schlechter natürlicher Heilung
  • bei Sehnenansatzschmerzen ohne und mit Verkalkung
  • bei der Kalkschulter
  • beim Tennis- und Golferarm
  • an der Achillessehne und am Fersensporn
  • an der Hüfte (seitlich und an der Leiste)
  • im Kniegelenk