Was sind die Ursachen eines Kreuzbandrisses?

Das vordere Kreuzband ist ein zentraler Stabilisator des Kniegelenkes. Die Ausrissfestigkeit des vorderen Kreuzbandes liegt bei rund 250 kg. Ein Großteil der Verletzungen des vorderen Kreuzbandes treten in sogenannten Non-Contact Situationen auf; das heißt, es ist nur im Ausnahmefall der direkte Zweikampf, bei dem es zu Verletzungen des vorderen Kreuzbandes kommt, sondern eher schnelle Umwendbewegungen oder Richtungswechsel aus dem vollen Lauf.

In den meisten Fällen führen eine Beugung, Außenrotation und ein sogenannter Valgusstress (X- Bein) zu einer Überlastung des vorderen Kreuzbandes mit einem einhergehenden Riss.

Bei Richtungswechsel aus vollem Lauf, ggfs. mit einem Hängenbleiben des Vorfußes (Stollen im Rasen), kann es zu einer akuten Verletzung des vorderen Kreuzbandes kommen. Der Patient (Sportler) erlebt das meist mit einem lauten Knall und einem sich anschließendem vollständigen Instabilitätsgefühl des Kniegelenkes. Oft schwillt das Gelenk sehr zügig an, und der Sportler muss sofort seinen Sport unterbrechen. Es gibt allerdings auch sogenannte „okkulte“ Verletzungen, bei denen das vordere Kreuzband Schaden nimmt, das Knie allerdings erst im weiteren Verlauf Schmerzen und Instabilitätsgefühl aufweist.

Eine gute Auftrainierung der sogenannten kniegelenks- und hüftgelenksübergreifenden Strukturen schützt das vordere Kreuzband und kann Verletzungen vorbeugen.