Prophylaxe von Kreuzbandrissen

Wie kann ich einen Kreuzbandriss vorbeugen?

Die Verletzung des vorderen, aber auch des hinteren Kreuzbandes stellt eine schwerwiegende Verletzung des Sportlers dar und zieht eine sehr langandauernde Rekonvaleszenz nach sich. Von daher ist die Prävention von Sportverletzungen – insbesondere von Verletzungen des vorderen Kreuzbandes – ein wichtiges Thema nicht nur beim Profisportler, sondern auch beim leistungsorientierten Sportler.

Es gibt vielerlei entwickelte sportmedizinische Trainingszyklen, die die „schützenden“ Muskelgruppen des vorderen Kreuzbandes auftrainieren und einer Verletzung vorbeugen.

Ganz wichtig ist ein sogenanntes „propriozeptives Training“, bei dem die kniegelenkstabilisierende Muskulatur auftrainiert wird. Im Vordergrund hier stehen Übungen auf der Weichbodenmatte oder auf dem Wackelbrett, d. h. Übungen auf instabilem Untergrund mit Koordinationsbewegungen. Aber auch einfache Übungen, wie das Legcurlen oder die Kniebeuge mit Langhanteln führen zu einer Auftrainierung der kniegelenksübergreifenden Strukturen und so zum Schutz des vorderen und hinteren Kreuzbandes.

Studien auf sportmedizinischem Gebiet haben ergeben, dass die Körperhaltung beim Aufkommen nach einem Sprung für das Ausmaß von Verletzungen, insbesondere des vorderen Kreuzbandes, entscheidend ist. Von daher sollte ein isoliertes Sprungtraining durchgeführt werden, um darauf zu achten, dass nicht nur kniegelenksübergreifende, sondern auch hüftgelenksübergreifende Strukturen gut auftrainiert werden, um den Körperschwerpunkt beim Landen nach dem Sprung zu fixieren.

Die Trainingsarbeit, die man in den Schutz des vorderen Kreuzbandes investiert, zahlt sich doppelt und dreifach aus. Eine gut auftrainierte Muskulatur der unteren Extremität schützt nicht nur bei Verletzungen des vorderen Kreuzbandes sondern auch bei anderen Bandverletzungen des Knie- und oberen Sprunggelenkes.